Wanderweg im Oberspreewald

 
Biosphärenreservat Spreewald
 

Lübben ist eine Stadt im Biosphärenreservat Spreewald und bildet eine Verbindung zwischen den wertvollen Naturräumen des Unter- und Oberspreewaldes. Sie verkörpert selbst ein Stück Spreewald mit reicher und bewahrenswerter Naturausstattung und ist zu grossen Teilen in das Schutzgebiet einbezogen.

Im Jahre 1990 wurde der Spreewald als Biosphärenreservat unter besonderen Schutz gestellt und 1991 in die Liste der UNESCO aufgenommen. Durch die Ernennung zum Biosphärenreservat wird das in Europa nahezu einmalige Beispiel einer seit Jahrhunderten besiedelten und kultivierten binnenländischen Flusslandschaft geschützt. Seine Schönheit beruht auf der Synthese eines Labyrinths von Fliessgewässern mit naturnahen Feuchtbiotopen, Wiesen und Wäldern und einer unverwechselbaren, spreewaldtypischen Architektur. Geformt wurde diese parkartige Landschaft mit ihrem Reichtum an Tier- und Pflanzenarten durch die Menschen, die dem sumpfigen Urwald, der einst die Spreeniederung überzog, Wiesen und Felder abrangen. Ein Teil des insgesamt 970 km langen feinstrukturierten Fliessgewässersystem ist von den Bewohnern angelegt worden. So entstand das unverwechselbare Mosaik von kleinflächigen Äckern und Wiesen, Wald und Gehöften, der Spree und ihrer unzähligen Fliesse.

 

Kahnfahrt in Lübben

Obwohl mitten im Zentrum der Stadt Lübben können Sie schon den Reiz des Biosphärenreservates erleben.

Altes Bauerngehöft

Wer aufmerksam den Spreewald erkundet, kann solche typischen Bauerngehöfte entdecken, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen

Der Mensch war und ist der Nutzer und Gestalter dieser Landschaft. Die von ihm geformte und dennoch naturnahe Kulturlandschaft des Spreewaldes mit ihrer Vielfalt und ihren Besonderheiten gilt es zu bewahren und zu schützen. Die Wechselbeziehung Mensch - Natur ist besonders entscheidend, um den Charakter des Spreewaldes zu erhalten. Natur soll geschützt werden, ebenso Lebens- und Wirtschaftsmodelle mit Zukunft auf den Weg gebracht werden.

Ziel aller Anstrengungen ist der Erhaltung der natürlichen Ressourcen und ein am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiertes, umweltverträgliches Wirtschaften. Unbedingt notwendig sind die Entwicklung einer zukünftigen umweltverträglichen Landnutzung zur Existenzsicherung der Spreewaldbauern, naturschutzorientierte Landschaftspflege und ein umweltgerechter, verträglicher Tourismus.

Das rund 484 Quadratkilometer grosse Biospärenreservat ist in vier unterschiedlich zu pflegende bzw. zu entwickelnde Zonen gegliedert.

In der Schutzzone I, der sogenannten Kernzone - sie umfasst 970 Hektar - sollen die Naturschutzgebiete als Totalreservate ganz ihrer natürlichen Dynamik überlassen bleiben.

Die Schutzzone II, die Pflege- und Entwicklungszone - sie umfasst 8.720 Hektar - soll durch Massnahmen der extensiven Nutzung und der Pflege die Artenvielfalt von Flora und Fauna erhalten bzw. stabilisieren und die Kernzone etwas abschirmen.

Den übrigen und damit grössten Teil der Reservatsfläche bilden die Schutzzone III - Zone der harmonischen Kulturlandschaft - und die Schutzzone IV - Regenerierungszone.

 

Eine Übersichtskarte Spreewald (181 kb) finden Sie

hier.

 

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Sumpfdotterblume

Die Sumpfdotterblume ist an vielen Ufern der zahlreichen Spreefliesse zu finden.

Storchennest

Durch umfangreiche Massnahmen zum Schutz des Weissstorches konnte die Population in den letzten Jahren wieder gesteigert werden.

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